Die IPA in Österreich gab 2005 fast 80.000 EUR für soziale Unterstützung aus.

Krankheiten, Unfälle und Naturkatastrophen zerstörten im vergangenen Jahr das Leben von vielen IPA-Mitgliedern in ganz Österreich. Ob finanziell oder persönlich – die einzelnen Landesgruppen helfen nicht nur Hochwasseropfern, sie zaubern sogar schwerstbehinderten Kindern ein Lächeln auf die Lippen. Hier einige besondere Beispiele von Hilfsbereitschaft.

Tu Gutes und sprich darüber!

ÖSTERREICH: Durch die erschütternden Ereignisse im Vorjahr kam es zu einer enormen Flut an Hilfsbereitschaft in ganz Österreich. Wie die IPA bereits berichtete, kam es im August 2005 zu einer schrecklichen Hochwasserkatastrophe. Alleine für 24 Tiroler IPA Mitglieder änderte sich das Leben schlagartig. Neben den Landesgruppen Österreichs griffen auch die einzelnen Verbindungsstellen besonders tief in den Sozialtopf. Alleine aus Niederösterreich kam eine Hochwasserspende von 6.460 Euro. „Ein wichtiges Ziel war für uns den Geschädigten so schnell wie möglich zu helfen“, meint Landesgruppenobmann Willibald Elian. An der Gesamtsumme von 55.000 Euro war Wien mit 10.000.— beteiligt. Die ganze Geschichte auf www.ipa.at/archive.

Auch in Niederösterreich selbst wird geholfen was das Zeug hält, wie zum Beispiel im tragischen Fall von Wolfgang Bichler. Der Beamte verstarb im 37. Lebensjahr an seiner Krebserkrankung. Er hinterlässt seine Gattin und zwei Kinder im Alter von 4 und 8 Jahren. In den letzten Jahren vor seinem Tod hat er ein Eigenheim errichtet, welches noch mit Darlehen behaftet ist. Die Landesgruppe Niederösterreich und die Verbindungsstelle Krems-Wachau-Horn-Zwettl haben an die Witwe 800 Euro zur Unterstützung übergeben.

Ein freudiges Ereignis ist das alljährliche Krampusschießen und die anschließende Scheckübergabe in der Waldschule Wiener Neustadt. Die Waldschule bietet für behinderte Kinder verschiedene Arten von Therapie an. Viele dieser Kinder haben hier ein Zuhause gefunden und verbringen auch Weihnachten dort. Genau für diese Kinder veranstaltete die Landesgruppe Niederösterreich gemeinsam mit dem Polizeisportverein Wiener Neustadt einen Schießwettbewerb. „Zum zweiten Mal haben wir diese Veranstaltung zugunsten der Kinder durchgeführt. 2005 konnten wir sogar 1.111 Euro übergeben“, erklärt LGO Willibald Elian.

Jede Landesgruppe in Österreich unterstützt Kollegen und deren Familien, welche besonderes Leid erleiden mussten. Unter anderem half die Landesgruppe Burgenland Chefinspektor Johann Gartner und Revierinspektor Peter Gabriel. Der 19. Oktober 2004 sollte für das Ehepaar Gabriel ein besonderer Tag werden, an dem es einen Ausflug nach Györ unternehmen wollte. Doch auf der Autobahn, nur wenige Kilometer vor dem Ziel, kam es zu einem schrecklichen Verkehrsunfall, den Aniko Gabriel nicht überlebte. RevInsp Peter Gabriel, der an der Grenzkontrolle Nickelsdorf seinen Dienst versah, wurde schwer verletzt und wird Zeit seines Lebens an den Rollstuhl gefesselt bleiben. Im August 2005 wurde von der Jugend Schandorf, Bezirk Oberwart, eine Benefizveranstaltung organisiert, an der zahlreiche Gemeindebürger, viele Kollegen des Aktivstandes, sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens teilnahmen. Die IPA Landesgruppe Burgenland beteiligte sich ebenfalls an dieser Veranstaltung und überbrachte unserem Kollegen einen namhaften Geldbetrag.

ChefInsp Johann Gartner, Fachbereichsleiter des Kriminalpolizeilichen Beratungsdienstes beim Landeskriminalamt Burgenland, wurde im November 2004 bei einem Verkehrsunfall in Dresden schwer verletzt. Gartner wollte gerade aus dem Kofferraum seines geparkten Autos einige persönliche Sachen herausnehmen. Er stand zwischen zwei Fahrzeugen, als eine PKW-Lenkerin ins Schleudern geriet und gegen das hintere Kfz stieß. Gartner wurde zwischen den Fahrzeugen eingeklemmt, wobei er an beiden Beinen, sowie an den Kniegelenken mehrer Brüche erlitt. Trotz zahlreicher Operationen konnte sein Gesundheitszustand nicht mehr soweit hergestellt werden, dass er aufrecht gehen und seinen Dienst wieder antreten konnte. Zur Linderung der schwersten Not wurde ihm aus dem Sozialfonds ein Geldbetrag von € 1.400 überwiesen.

Behindertengerechtes Bett für Opfer eines Verkehrsunfalls. Vor allem Exekutivbeamte sind während ihrer gesamten Dienstzeit mit dem Leid vieler Menschen konfrontiert. Daher weiß jeder von uns, wie wichtig es ist, dem anderen in einer Notsituation zu helfen. Abteilungsinspektor Adolf Kalchbrenner (Foto Mitte), Stellvertreter des Verbindungsstellenleiters in Oberwart, ist auch Obmann des Vereines „Fair-Help“. Sowohl als Vertreter der IPA, aber auch als Funktionär des genannten Vereines hat er schon vielen Menschen geholfen, die ärgste Not zu lindern. Patrick Krammer ist 19 Jahre alt und seit einem Verkehrsunfall im vergangenen Jahr querschnittgelähmt. Aber nicht nur sein junges Leben, sondern auch das seiner Angehörigen hat seit dieser Zeit einen anderen Stellenwert bekommen. Die psychischen, aber auch die finanziellen Probleme dieser Familie sind kaum zu bewältigen. Das Wohnhaus musste behindertengerecht umgebaut und neue Möbel angeschafft werden. Aber auch das fehlende Einkommen und die Ausgaben für teure Medikamente sind für alle eine schwere Belastung. Für ein behindertengerechtes Bett reichte das Geld nicht mehr. Adolf Kalchbrenner hat sich der Sache angenommen. Die IPA Landesgruppe Burgenland spendete einen Betrag von € 700 für den Ankauf eines behindertengerechten Bettes.

In Oberösterreich wurde die Gattin eines Kollegen an der Speiseröhre operiert. Durch einen ärztlichen Fehler fiel sie ins Koma. Der Kollege arbeitet seitdem in Teilzeit, da er seine drei Kinder, im Alter von drei, acht und 15 Jahren, betreuen muss. Die Landesgruppe unterstützte ihn mit 2.000 Euro. Ein weiterer Kollege hat eine 3-jährige Tochter, die seit der Geburt eine spastische Lähmung in den Beinen hat. 1.000 Euro Zuschuss wurden bisher für die sehr kostenaufwendigen Therapien und Beinschienen von der Landesgruppe Oberösterreich bezahlt.

Die Sozialunterstützung im Jahr 2005 betraf in Salzburg drei Mitglieder (bzw. Hinterbliebene) der Landesgruppe. Der schwerste beziehungsweise am meisten unterstützungswürdige Fall betraf einen Familienvater, der im Oktober einen Herzinfarkt erlitten hat und seither im Wachkoma liegt. „Für diesen Sozialfall stellte die Landesgruppe 700 Euro bereit“, erklärt der Obmann IPA-Salzburg, Dieter Rauchenzauner.

Eine folgenschwere Krankheit änderte in der Steiermark das Leben eines Gendarmeriebeamten und seiner Familie. Als Folge einer Krankheit musste Mitte November dem 44-jährigen Aktivbeamten der Polizeiinspektion Bruck an der Mur, RevInsp Bernhard Galler, das linke Bein amputiert werden. Um der Familie (Gattin Elisabeth Galler und den beiden Kindern), in dieser enormen psychischen Belastungssituation die finanziellen Sorgen zu nehmen, wurde von der Landesgruppe Steiermark eine Sozialhilfe überreicht. Daneben gab es noch eine groß angelegte Spendenaktion, die einen erheblichen Betrag einbrachte.

Eine Kinderfaschingsveranstaltung in Hard (Vorarlberg), an der sich die IPA mit zwei Verkaufsständen beteiligte, kam Institutionen in denen Kinder betreut werden, zu Gute. Weiters wurde an vier IPA Mitglieder, die durch Hochwasser geschädigt wurden, eine Geldspende überreicht. Die Landesgruppe Vorarlberg übergab weiters 350 Euro an die Sektion Österreich für die Aktion "Tsunami" (Spendenzuschuss für den Ankauf eines Hauses der IPA Sektion Österreich).

Spenden der Landesgruppen zugunsten von Einzelschicksalen werden von der Sektion Österreich verdoppelt.

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