Es ist Kult: das allsommerliche Rennen um die Schlaglöcher des Balkans herum. Es geht nicht um Schnelligkeit, es geht darum, überhaupt anzukommen und den Balkan zu bewältigen.

Auf der Suche nach den letzten Schlaglöchern Europas" – mit diesem Spruch wirbt der "Schlagloch-Rodeo" für sich. Die Ralley geht von Graz

(Österreich) bis nach Zadar (Kroatien). Und das alles mit einem Auto, das höchstens 500 Euro wert ist und …

Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll, wenn man den Haufen aufgepimpten Schrott sieht, der an der Startlinie in Graz steht: über 100 Autos in Rallyemontur, doch die Motoren röcheln mehr, als dass sie aufheulen. Um hier teilzunehmen, gibt es ganz besondere Bedingungen: Mindesten 20 Jahre muss ein Auto alt sein, nicht mehr als 500 Euro teuer und am Steuer ein Fahrer, der meist von sich selbst sagt: ein bisschen verrückt muss man schon sein.

Karl Herz (Vorstandsmitglied der Verbindungstelle IPA Schwechat Flughafen) und sein Kollege Peter Hönigsberger waren live dabei!

Und was nicht fehlen durfte der IPA Polizeibär der die beiden Niederösterreicher auf den ganzen Weg begleitete!

 

Fähre von Butrint sorgt für kurze Entschleunigung während des Schrottrennens.

Pothole-Rodeo führt durch maximal elf Länder. 4.000 Kilometer absolvieren sie in zehn Tagen – mindestens. Die Fahrer suchen "besondere Straßen" – Abkürzungen durch Flussfurten oder über brüchige Holzbrücken, Schotterpisten über einen alten Pass, Schlagloch-Straßen abseits der Hauptroute. Es geht nicht darum, schnell zu sein - es geht ums Ankommen. "Es geht natürlich auch um Nervenkitzel", sagt Peter. "Pingelig sollte man auch nicht sein. Wenn das Auto aufsetzt, sagen wir 'Ups!', lachen und fahren weiter."

Österreich, Ungarn, Rumänien absolvieren sie mit einem kleineren Getriebeschaden und nassen Füßen. Nach der Fahrt durch die Flussfurt sei klar, der BMW sei ein "Auslaufmodell". Der Bedarf an neuen Reifen führt sie nach schwindelerregenden Serpentinen im Balkangebirge in die Garage "Europa". Dort wird Chef Tichomir angesichts der Rallye-BMW neugierig. "Was für eine Tour machen Sie? Über den Balkan?!?" Er nickt, blickt auf die BMW und sagt dann: "With this car, no problem!" 

Fahrer spenden Spielzeug, Klamotten und Geld an Schwester Gratias Kindertagesstätte in Fushë-Arrëz.

Fast jeden Morgen um 7:45 Uhr müssen alle Teams am Checkpoint sein, hier werden Routen diskutiert, Teams gebildet und Challenges ausgegeben. Punkte für den Rodeo-Sieg sammelt man so: Mal muss man ein Pferd finden, das den Wagen zieht, mal eine Hochzeitgesellschaft für ein Foto mit Auto und Team. Heute, in Albanien, ist alles ein bisschen anders: denn heute gibt es keine Punkte für die Challenge, denn, so sagt es der Veranstalter, Wohltätigkeit sollte es ohne Belohnung geben. Heute ist die Challenge ein Besuch in Fushë-Arrëz, bei Schwester Gratias in der Kindertagesstätte.

 

Gutes tun während des Rennens

Checkpoint Schwarzes Meer - die Fahrer sind auf alles vorbereitet.

Karl und Peter haben dafür vorgesorgt: Spielzeug und Klamotten haben sie dabei, wie die meisten, hier in Fushe schnallen andere Bobbycars vom Dach, oder riesige rosa Plastikflamingos, in einer Ecke des Heims stapeln sich Bücher, Spiele, Schuhe, Jacken. Schwester Gratias ist begeistert: "Ich hätte das nie gedacht, dass die Fahrer sich so engagieren" schwäbelt sie kaum verständlich, "einer hat sogar einen Scheck abgegeben über 1.600 Euro. Was können wir hier damit alles machen, das können Sie sich gar nicht vorstellen."

Am Ende fühlt sich jeder wie ein Gewinner

An der berühmten Brücke von Mostar treffen die Jungs aus Rinteln einen der Brückenspringer.

Die Schönheiten des Balkans rauschen nur so an uns vorbei: die Bucht von Kotor in Montenegro, die Passstraße nach Bosnien. Am letzten Checkpoint Mostar sind sie die letzten, Mann und Material merken es langsam. Die berühmte Brücke mit ihren Springern nehmen sie noch mit: "Das kann ich auch!" meint Ansgar, der jüngste unter ihnen, als er den Bosnier 23 Meter tief in den Fluss springen sieht. Vanesa Delic, die Ehefrau des Springers, erklärt ihm, dass sie gerade gestern wieder einen mit gebrochenem Bein aus dem Fluss gefischt haben. "Better enjoy your holiday", empfiehlt sie. Ansgar meint das dann auch – er muss ja noch Gas geben.

Wie gesagt Die beiden IPA Niederösterreicher Karl Herz und Peter Hönigsberger , begleitet vom Polizei IPA Bären - belegten den 2 Platz!

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