Ganz im Sinne der Völkerverbindung stand das 32. Weltjugendtreffen der IPA, das vom 27. Juli bis zum 8. August 1998 von den Sektionen Deutschland und Luxemburg veranstaltet wurde. 62  Kinder von IPA-Mitgliedern aus 27 Nationen waren vertreten. Die Altersspanne war diesmal von 14-19 Jahre angesetzt.

Die Teilnehmer am Weltjugendtreffen 1998 in Grevenmacher beim IPA Gedenkstein
Ausgangspunkt war das IBZ Schloss Gimborn. Die Jugendlichen beschrieben es durchwegs als aufregend, einmal in einem "richtigen Schloss" wohnen zu können. Sie waren beeindruckt von dem, was IPA-Mitglieder hier an Aufbauarbeit geleistet haben.
Eine Teilnehmerin enthüllt mit einem luxemburgischen Gendarmen den IPA Gedenkstein in Grevenmacher, der an das 32. Weltjugendtreffen erinnert. Während der Woche in Deutschland hatten die Teilnehmer ein volles Programm mit einer Menge Sightseeing in Nordrhein Westfalen. Jugendliche sind begeisterungsfähig. Das zeigten ihre Schilderungen über die Schwebebahn in Wuppertal oder die Messerindustrie in Solingen. Doch auch der kleine Ausflug im Bergischen Land hatte seine Reize.

Der Höhepunkt in Luxemburg war das Pflanzen eines IPA-Waldes und die Enthüllung eines Gedenksteines, der den Besucher im wunderschönen Grevenmacher an das 32. Weltjugendtreffen erinnern soll. Auf der Bronzetafel steht auf Französisch:
"Zur Erinnerung an das 32. IPA-Weltjugendtreffen"

Hier wird der Baum der International Police Association neben dem Gedenkstein gepflanzt. "Ein Baum bedeutet Leben und Dauerhaftigkeit. Es ist schon recht aufregend, wenn Menschen verschiedener Nationen im Einklang ein friedliches Ziel verfolgen. Die von uns allzu geschundene Natur braucht neue Kraft. Ich wünsche mir, daß der Baum gut gedeiht und ein kleiner Beitrag für den Frieden in unserer unruhigen Welt ist." So die Worte eines Teilnehmers.

Sichtlich begeistert bei der "Arbeit" sind die Jugendlichen. Mit Hacke und Schaufel gehen sie ans Werk. So mancher macht sich Gedanken, ob sein Baum gut wächst und der IPA-Wald weithin sichtbar ein Symbol für "Dienen durch Freundschaft" sein wird.

Mit Hacke und Schaufel gehen die Jugendlichen begeistert ans Werk und pflanzen einen IPA-Wald.

Chefredakteur (links) und Pressereferent pflanzen den Baum der IPA Österreich. Zwei Tage verbrachten die Jugendlichen mit den Pressereferenten des deutschsprachigen IPA-Raumes in Luxemburg. So hatten beide Seiten genug Zeit zum Informationsaustausch. Interviews auf einem Moselschiff oder beim Mittagessen im Grünen boten Gelegenheit zur Diskussion über Jugend und IPA.
Wie klappt die Kommunikation zwischen 26 Nationen? Klar gab es Sprachprobleme, doch junge Menschen finden sich schnell zurecht. Schon bald stellte sich heraus, daß Kartenspiele recht international sind. Englisch beherrschte praktisch jeder Teilnehmer ausreichend; der Rest wurde mit Händen und Füßen erledigt. Jede Sektion hat die Möglichkeit zwei Teilnehmer zu entsenden. Die Seminarleitung legte besonderen Wert darauf, daß in den Zimmern immer Jugendliche verschiedener Nationen untergebracht waren. So wurden Kontakte gefördert. Da das Weltjugendtreffen von der IPA gesponsert wird, haben auch junge Menschen aus finanzschwachen Regionen unserer Welt die Möglichkeit zur Teilnahme. War der erste Teil in Gimborn eher ländlich mit mittelalterlicher Atmosphäre, Schloßbar und viel Natur, so lockte in Luxemburg das Stadtleben. Deshalb organisierten die "Teamer", ein neues Wort für Betreuer, einen Discoabend. Im Hotel hatten die jungen Leute alle sportlichen Möglichkeiten vom Schwimmen bis zum Tennis.

Im Sommer 2005 kamen Chefredakteur Richard Benda und Pressereferent Klaus Herbert anlässlich der Tagung der deutschsprachigen Redakteure wieder "an den Tatort" zurück. Sie suchten und fanden den vor sieben Jahren gepflanzten IPA Baum der Sektion Österreich. Gut fünf Meter ist er hoch und ragt mühelos aus der naturbelassenen Wiese. Eine schöne Erinnerung an eine gelungene Veranstaltung - diesmal und vor sieben Jahren.