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OMAN – Eine Reise der anderen Art

Sultan von OmanMehrere Male waren wir bereits von unserem Freund Mohammed (UN Delegierter aus dem Sultanat Oman) bei seinen Aufenthalten in Wien  eingeladen worden, doch wieder einmal das Land von „1001 Nacht“ zu bereisen. Bei unserer ersten Reise wussten wir ja, wir würden wiederkommen und länger bleiben. Wir hatten vor unserer Abreise Mr. Mohammed und einigen anderen Delegationsmitgliedern ein wenig Österreich gezeigt.
Nach dem Studium der Verhaltensregeln, der Sitten und Gebräuche  war uns bekannt, eine
neuerliche (wenn auch höfliche) Absage würde eine grobe Unhöflichkeit darstellen und
nicht verstanden werden. So kamen wir wieder in ein Land das so anders,  aber traumhaft schön ist.
Schon am Flughafen in Muscat die erste Überraschung. Kein Mr.Mohammed in dunklem Anzug war zu sehen. Ein  wenig irritiert, sahen wir einen Omani im traditionellen Dishdasha, (ein meist schneeweißes, loses knöchellanges Gewand) dem Kaschmirturban und den traditionellen silbernen Krumdolch (Statussymbol)    offensichtlich uns zuwinken. Es war unser Mohammed. Drei Wangenküsse für mich (eine besondere Ehre) und ein höfliches Zunicken für Inge war die traditionelle arabische Begrüßungszeremonie. Ein Dienstkraftfahrer brachte uns anschließend  in die Unterkunft. Das in den folgenden zwei Wochen erlebte widerzugeben ist schwer,  es würde Zeit und Raum füllen, doch einige unvergessliche Höhepunkte sollten nicht unerwähnt bleiben.


Wer  den Oman besucht sollte sehen:
Das AL BUSTAN PALACE HOTEL, den Muthra-Bazar von Muscat, die Altstadt, ein unbekanntes Dorf in der Wüste, Schloß Gabun, Fort Nakhl mit Quelle, die große Sultan Qaboos Moschee in Muscat, den orientalischen Fischmarkt an der Corniche selbstverständlich den Palast des Sultans im indischen Baustil und Fort Nizwa in der großen Oasenstadt Nizwa. oder nach Salalah.

Eines Tages erhielten wir durch Boten eine Einladung  des Sultans von Oman „His Majesty Sultan Qaboos bin Said“, zu den Feierlichkeiten anlässlich des 65 Geburtstages seiner Majestät, die im großen Rahmen im Stadion abgehalten wurden. Eine Zeremonie die man nur hier erleben kann. Meine Gattin Inge durfte (eine Ehre) bei mir  in der großen Loge, nahe dem Sultan, sitzen.


Einige Tage später, das gleiche Ritual, anlässlich „35 Jahre Sultanat Oman“. Darstellungen und Vorführungen von 20.000 Omanis (Männer und Frauen getrennt), in ihren farbenprächtigen Kleidern und Kostümen. Ein Ereignis das man nie mehr vergisst. Filmen und Fotografieren war leider nicht gestattet. Im Islam gibt es keine bildlichen Darstellungen von Gott, den Heiligen, Menschen und Tieren. Mit Erlaubnis dürfen jedoch Menschen oder Tiere gefilmt und auch fotografiert werden. Wie wir nun wussten hatte unser Freund die Zeit unseres Aufenthaltes bewusst gewählt. Bei unsere ersten Reise, es war die Zeit des immer im Jänner stattfindenden „Muscat-Festivals“, bei dem man eine Vielzahl von Veranstaltungen wie: das Dorfleben, Märkte, Tänze, Frauen in traditioneller Bekleidung, vielfach mit Gesichtsmasken (teilweise prunkvoll gestaltet, zum Schutze gegen die Sonne) bei Handarbeiten sehen kann. Wir wurden , weil wir offenbar die einzigen Europäer als Besucher zu sehen waren, zu Interviews für das omanische Fernsehen und später auch für den Rundfunk gebeten. Bei unserem Rundgang durften wir diesmal auch filmen und fotografieren.

Einen hohen Stellenwert hat die Gastfreundschaft und das Gastrecht in den arabischen Ländern. Dies beinhaltet aber auch, sich den Sitten und Gebräuchen anzupassen und sie zu respektieren. Der Ausspruch (aus dem Koran) „Mein Haus ist Dein Haus hat hier noch Gültigkeit“.
Franz Berger

 

Oman Einladung

 

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