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Wir wollen vor dem Thema Kindesmissbrauch unsere Augen nicht verschließen!

In einer Broschüre der IPA Deutsche Sektion findet sich folgendes Gedicht. Lesen allein ist zu wenig!

Nachdenken, beobachten, handeln! Denn wenn wir nichts ändern, wird sich gar nichts ändern!

 

Meines  Vaters Schuh´

1) La, Le, Lu, vor meinem Bettchen       6) Mein Hemdchen fehlt mir,ich frier       
steh´n  zwei  Schuh´                                       mein Vater der liegt hinter mir.
Nein, sie sind nicht mein,                             Sein Atem bläst laut in mein Ohr.
sie sind ja auch nicht klein.                         Und plötzlich da passiert etwas,
Es sind Vaters Schuh´                                     mein Popchen ist klebrig nass.
und Mutter,die schaut zu.                            Es riecht ganz schrecklich,mir wird
                                                                            schlecht!
2) Höre ich seine Schritte,,                              7)    "Ach,Oma ich würd´ wetten,
acht´ich auf seine Tritte.                               die würde mich jetzt retten."
Er geht ins Bad und pisst,                              Und vor dem Bett steh´n Vaters Schuh´
er gleich bei mir ist.                                         und Mutter? Mutter, die schaut
                                                                             heimlich zu.
3) Ach ,ich stell´mich schlaffend ,                    Und wieder seine Schritte ,
wie  all die  andern  Braven.                        seine schweren Tritte.
Doch alles das nichts nützt,                         Oma,die nichts ahnt,
weil er schon bei mir ist.                                mein Bruder,der mich warnt:

4) Vor dem Bettchen sreh´n zwei Schuh´   8)     "Ela ,du sei still,
und die Mutter schaut nur zu,                     das niemand wissen will".
Oma, ich könnt wetten ,                                 Und wieder Schritte,
die würde mich jetzt retten.                           seine schweren Tritte,
Mutter macht die Augen zu                           kommen immer näher,
doch im stillen schaut sie zu.                        kommen immer höher.

5) Papa,lass das sein,                                 9)  Tut sich an mir reiben,
ich bin erst fünf und noch so klein.             lässt es niemals bleiben.
Tust dich  nach mir verzehren                      Drückt meinen Kopf 
und ich kann mich nicht wehren.                in seinen Schoß,
Ich bin viel zu klein bitte ,bitte nein.           er hält mich fest, 
                                                                läßt mich nicht los.
                                                                Da musste ich erbrechen
                                                                und er droht sich zu rächen.

 

10)Und Mutter hört nichts ,                       14)    Jetzt könnte ich doch schlafen,
schläft in Ruh´.                                               wie all die andern Braven.
Sie weiß,vor meinen Bettchen                        Doch ich find´wieder keine Ruh´,
steh´n seine Schuh´!                                       hör Nacht für Nacht auf Vaters Schuh´

11) Heut´wiederseine Schritte,                   15)         Es wäre Zeit zu sprechen,
seine schweren Tritte.                                     und das Tabu zu brechen.
Wo steh´n  heute seine Schuh´?                   Doch die Familie will´s nicht wissen,
Lässt er mich heute mal in Ruh´?               mit 16 Jahren rausgeschmissen!
Ich möchte so gerne schlafen                       Hab´s in mich reingefressen,
wie all die andern Braven.                          gekotzt und viel gegessen.

12) Niemand kann mich retten,                  16)      Die Bulimie ,sie war mein Freund!
sie schlafen in den Betten.                            Nein,eigentlich mein größter Feind!
Die Großen und die Kleinen,                       Jetzt bin ich 35 Jahre alt,
sie hören mich nicht weinen.                       mein Vater tot und lange kalt.
Sie schlafen still in aller Ruh´                   Jetzt könnte ich doch schlafen,
und ich ,ich hör auf Vatters Schuh´.         wie all die andern Braven.

13) Heut´lässt er mich schlafen,                 17)      Doch all das lässt mich niemals los,
wie all die andern Braven.                         mit Schlaftabletten schlaf´ich bloß.
Ich höre seine Schritte ,                                Doch damit find´ich meine Ruh´,
seine schweren Tritte.                                    nie wieder steh´n vorm  Bett jetzt Schuh!
Er geht zur Mutter und gibt Ruh´,
vor ihrem Bett - stehn seine Schuh´.                                   "Ela"

 

 

                                                                          

 

                      

 

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