Kampf den rollenden Bomben

Die Mannschaft der Gefahrgutgruppe vor ihren Spezialfahrzeugen Die Bundespolizei Innsbruck hat in Österreich die erste und einzige Gefahrgutgruppe als Spezialeinheit zur Kontrolle von Gefahrguttransporten und des Schwerverkehrs im Allgemeinen.
Stand: Sommer 1999

Ein in Österreich einzigartiges Projekt startete die Bundespolizeidirektion Innsbruck: Der bislang in der BPD dienstversehende Hauptsachbearbeiter für Gefahrengutangelegenheiten, Bezirksinspektor Walter MAIR, wurde von der motorisierten Verkehrsgruppe ausgegliedert. Ihm wurden drei Beamte, die sich durch hohes Engagement in den letzten Jahren auf Transporte mit gefährlichen Gütern spezialisiert hatten, zugeteilt. Bei den SWB handelt es sich um die Revierinspektoren Georg KÖCK, Dieter LAGGER und Christian TURIK. Gemeinsam bilden sie österreichweit die erste und einzige "Gefahrgutgruppe". Ihren Dienst versehen die Beamten im neu renovierten Wachzimmer Wilten in der Templstraße. Die Notwendigkeit dieser Gruppe ergab sich aus den Ergebnissen der auf diesen Sachgebieten durchgeführten Tätigkeit.

Die Gefahrgutgruppe ist hauptamtlich mit der Kontrolle von Gefahrguttransporten, der Einhaltung der Lenk- u. Ruhezeiten, der Bestimmungen des Container-Sicherheitsgesetzes, des Güterbeförderungsgesetzes, kurz mit der Kontrolle des Lkw-Verkehrs innerhalb des Stadtgebietes von Innsbruck sowie den dazugehörenden Autobahnteilstücken der A12 und A13 zuständig. Neben diesen Aufgaben wird von der Gefahrgutgruppe auch das Sachgebiet des Strahlenschutzes betreut. Durch die Unterbringung der entsprechenden Schutzausrüstung und erforderlichen Messgeräte im Streifenfahrzeug der Einheit, stehen im Stadtgebiet von Innsbruck jederzeit für den Strahlenschutz ausgebildete Beamte zur Verfügung.

Nicht zuletzt durch die hervorragende Unterstützung der Verkehrsabteilung des Amtes der Tiroler Landesregierung verfügt die Gefahrgutgruppe über eine technische Ausrüstung, die ihresgleichen sucht. So konnte u.a. das Einsatzfahrzeug durch einen großzügigen Innenausbau zu einem fahrbaren Büro mit sämtlichen erforderlichen Gerätschaften umfunktioniert werden. Aber auch für die Dienststelle wurde entsprechendes Material wie 2 Computer, 2 Laptops, 1 Handy und sogar eine Digitalkamera zur Verfügung gestellt. Als letzte "Errungenschaft" kann sich die Belegschaft über einen eigenen Internet-Anschluss freuen.

Das Ziel ihrer Tätigkeit sehen die sehr engagierten Beamten darin, den Schwerverkehr, insbesondere Transporte mit gefährlichen Gütern, durch ständige Kontrollen auf ein den Vorschriften entsprechendes und sicheres Niveau zu bringen. Die erforderlichen Einsatzkräfte bei einem eventuellen Zwischenfall mit derartigen Transporten sind nämlich auf die Richtigkeit der Fahrzeug- und Verpackungskennzeichnungen, und auch auf die Vollständigkeit der Begleitpapiere angewiesen.

Neben den täglich durchgeführten Kontrollen steht die neu gegründete Gefahrgutgruppe der Bundespolizeidirektion Innsbruck auch für Auskunftserteilungen bezüglich formeller Erfordernisse von Gefahrguttransporten zur Verfügung.

Die Beamten der Gefahrgutgruppe sind von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 07.00 Uhr und 19.00 Uhr unter der Telefonnummer 0512-5900/5368 od. 0664/1602293, über die FAX-Nr. 0512-5900/5613, sowie über die E-mail Adresse ggst.innsbruck@telecom.at erreichbar.

Klaus HERBERT 

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