Ein Denkmal für den Gründer

Normalerweise werden Personen erst nach ihrem Tod zur Legende - Arthur Troop ist es schon als Lebender. Normalerweise werden Denkmäler erst nach dem Ableben einer Person aufgestellt - Arthur Troop kann schon jetzt sein eigenes Denkmal besichtigen. Die ungarische Sektion hat in einem wohl einmaligen Akt dem Gründer unserer Organisation schon zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt. Bei der Einweihung des Denkmals war die Österreichische Sektion durch den IEC-Delegierten Josef Steiner und den Schatzmeister Walter Gruber vertreten. Im nachstehenden Bericht schildert IEC-Delegierter Steiner die für die IPA historischen Tage im August dieses Jahres.

Zum Festakt anläßlich der Einweihung des Arthur-Troop-Denkmales vom 13. bis 16. August d. J. wurden die langjährigen Freunde der Sektion Ungarn Josef Steiner und Walter Gruber nach Ungarn eingeladen. In Budapest erfolgte sogleich ein Empfang durch den Präsidenten der IPA-Ungarn, Antal Fodor, und den Generalsekretär Karoly Sallay. Anschließend begaben wir uns gemeinsam zum Flughafen Budapest, wo der Gründer der IPA, Arthur Troop und der Internationale Generalsekretär Alan F. Carter, begrüßt wurden.
Noch am gleichen Tage erfolgte die Weiterfahrt nach Szolnok, der Hauptstadt des Komitates Jasz-Nagykun-Szolnok. Dort wurden wir in einem erstklassigen Schloßhotel (Kurhaus) untergebracht und vom Polizeipräsidenten des Komitates, Oberst Arpad Kopasz sowie dem IPA-Präsidenten des Komitates, Dr. Lukacs Gusztav, mit herzlichen Worten, die von unserer Dolmetscherin, Frau Hauptmann Julia Magda, übersetzt wurden, begrüßt.
Am nächsten Tag (14. August 1998) erfolgte die Abfahrt nach Jaszentandras. Dort hat die IPA Ungarn vom Eigentümer Laszlo Stucklik ein ca. 48 ha großes Grundstück zur Verfügung überlassen bekommen. Auf diesem Grundstück wurde auf einem künstlichen Hügel ein ca. 80 Tonnen schwerer Steinbrocken, der über 100 km aus Eger herangefahren worden ist, aufgestellt. An diesem Steinbrocken wurde eine metallene Skulptur des Gründers der IPA, Arthur Troop, placiert. Diese Skulptur wurde anläßlich dieser Feier, an der höchstrangige Polizei- und IPA-Funktionäre aus Ungarn teilnahmen, enthüllt. In allen ungarischen Tageszeitungen und auch im ungarischen Fernsehen war diese Feierstunde der IPA präsent.
Beim anschließenden Festbankett in Jaszapati bedankte sich Arthur Troop mit herzlichen Worten und Tränen in den Augen für diese Ehrung seiner Person und der IPA. Am Abend wurde bei einem rustikalen Fischessen (Kesselfisch) in einem polizeieigenen Gästehaus am Ufer der Tisza (Theiß) in Szolnok verbracht.
Am Morgen des 15. August 1998 fuhren wir nach Tarnamera, wo das in einem kleinen Schloß (Almassy Kastely) untergebrachte Ungarische Polizeimuseum besichtigt wurde. Das von Dr. Gulyas Istvan geleitete Polizeimuseum, in dem auch die IPA vertreten ist, wird hervorragend präsentiert und hat auch ausgezeichnete Exponate aus aller Welt. Interessant zu wissen ist, dass einige Austellungsstücke aus diesem ungarischen Polizeimuseum von unserer Bundesgendarmerie ausgeliehen wurden und heuer anläßlich » 150 Jahre Bundesgendarmerie« bei der Ausstellung auf Burg Hohenwerfen in Salzburg gezeigt werden.
Nach einem Empfang beim Polizeipräsidenten des Komitates Heves, General Dr. Balint Lantos, und beim IPA-Präsidenten des Komitates Heves, Dr. Fransics Otto, in Eger erfolgte eine interessant geführte Besichtigung der Kulturstadt Eger. Am Abend wurden wir in einem extra dafür ausgestatteten Weinkeller in Eger in einer pompösen Zeremonie zum »Ritter des Weintourismus« ernannt und der Abend mit einem Rittermahl, Zigeunermusik und festlicher Stimmung beendet. Alles in allem eine hervorragende Veranstaltung der IPA Ungarn und eine verdiente weitere Würdigung des Gründers der IPA, Mr. Arthur Troop.

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