Im Kampf gegen die Droge:
Die steirische Suchtgifthundestaffel

In Zeiten in denen in den Medien immer wieder die explodierende Suchtgiftkriminalität zur Sprache kommt ist es wieder einmal Zeit auf ein ausgezeichnetes Hilfsmittel hinzuweisen: Den SUCHTGIFTSPÜRHUND.

Durch die extrem steigende Suchtgiftkriminalität greifen die Dienststellen immer mehr auf das vorhandene Hilfsmittel, den Suchtgiftspürhund zurück. Allein in der Steiermark haben sich die Einsätze von Suchtgiftspürhunden im Jahre 1995 fast verdoppelt. Dies ist darauf zurückzuführen, daß in der Steiermark der Suchtgiftspürhund problemlos und unbürokratisch anzufordern ist und die anfordernden Dienststellen wissen, daß die angeforderten Hunde das halten, was versprochen wird.

Das ist natürlich nicht so einfach wie es aussieht. In der Steiermark werden die Suchtgiftspürhunde unter Leitung von Suchtgiftspürhundeabrichter BezInsp Alfred Pieber praxisbezogen trainiert. Neueste Schmuggelverstecke werden wirklichkeitsnah nachgestellt und es wird mit den Diensthunden deren Auffinden auch trainiert. Durch das sehr gute private Verhältnis der Suchtgifthundeführer wird auch außerhalb der Dienstzeit trainiert.

Daß es zu ausgezeichneten Trainingsbedingungen kommt, ist aufgrund der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen dem Diensthundereferat und der Suchtgiftgruppe der KA möglich.

So konnten bis jetzt bereits unter Beziehung der Suchtgifthunde des LGK f. Stmk. insgesamt etwa drei Kilogramm Kokain, größere Mengen an Heroin, Ecstasy, Psylocybin (suchtgifthältige Pilze), etwa 420

(vierhundertzwanzig) Kilogramm Opiumprodukte, sowie Cannabisprodukte im Kilobereich mit einem Gesamtwert von etwa fünf bis sechs Millionen Schilling aus dem Verkehr gezogen werden. Die verantwortlichen Täter wurden den zuständigen Staatsanwaltschaften zur Anzeige gebracht.

Solche Erfolge sind jedoch nur möglich, wenn die Zusammenarbeit zwischen Diensthundeführer und aktenbearbeitenden Sachbearbeitern stimmt. Da sämtliche Suchtgifthundeführer eine Einschulung bei der Suchtgiftgruppe hatten, helfen diese u. a. auch bei Einvernahmen oder der Verfassung von Berichten mit.

Wir hoffen mit dieser Mitteilung auch andere Dienststellen im Bundesgebiet dazu zu bringen, um eine unbürokratische Inanspruchnahme des Hilfsmittels Suchtgiftspürhund möglich machen zu können.

FRANZ HANDLER

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